Schaufensterfigur, Schaufensterpuppe, Mannequins, Schaufensterpuppen

Ein kurzer geschichtlicher Ausflug

Sie stehen jeden Tag im Mittelpunkt, in den Schaufenstern von Modegeschäften und in den Verkaufsräumen, um die Blicke der Konsumenten auf sich zu ziehen. Die Geschichte der Schaufensterfiguren geht weit zurück - bis ins 16. Jahrhundert in Frankreich, wo man aus einfachen Weidengeflechten Puppen herstellte, die somit den Grundstein für die heutige Schaufensterfiguren legten.

In der weiteren Entwicklung im Jahre 1870 wurden Puppen aus Stoff gefertigt, die dann mit Sägespänen gefüllt wurden und zur Vollendung einen Kopf aus Karton oder aus Wachs bekamen. Ebenfalls waren die Puppen oft ohne Kopf aus einfachen Korb oder Drahtgestellen, die, wenn man diese Modelle heute noch in Museen sieht, einfachen Kleiderständern ähneln. Diese Entwicklung wurde immer mehr und mehr ausgebaut, so dass im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung eine Figur ausgestellt wurde, die ihren Kopf mechanisch bewegen konnte.

Durch die wirtschaftliche Entwicklung und den Bau von Warenhäusern, sowie Modegeschäften, wurden die Schaufensterfiguren immer weiter entwickelt, und auch dem zeitlichen Umfeld und ihren menschlichen Vorbildern angepasst. So wurden die Figuren anfangs oft nach Vorbildern von Stars des Varietés angefertigt.

In den 50er Jahren fertigte man die Schaufensterfiguren nach dem amerikanischen Ideal, hier vor allem mit dem Fokus auf der Wespentaille und dem Puppengesicht. Dies änderte sich dann grundlegend in den 60er Jahren als in Deutschland das Wirtschaftswunder in vollem Gange war. Das Aussehen der Schaufensterfiguren wurde in der Form grundlegend verändert, Sie wurden molliger gestaltet und bekamen sogar ein Doppelkinn verpasst.

In den 70er Jahre wandelte sich dieses Erscheinungsbild genau in das Gegenteil, da wurden die Schaufensterfiguren dürr und schlaksig. Eine bis heute anhaltende Eigenschaft wurde in den 80er Jahre eingeführt, die Schaufensterfiguren durften nicht mehr lachen.

Catwalk im Schaufenster

Wer bummelt abends nicht gern durch die Innenstadt und schaut sich die bunten Auslagen der Geschäfte an? Um dort die aktuellen Trends zu präsentieren, sind Schaufensterfiguren, auch Schaufensterpuppen genannt,  notwendig. Die Schaufensterfiguren bieten eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten in Bezug auf Kombination von Mode, Schmuck und Accessoires. Sie sind in weiblicher, männlicher und kindlicher Ausführung vorhanden. Je nach Schaufensterthema werden sie als Familie, gemischte Modegruppe oder Eventbeispiel aufgestellt. Mit Schaufensterfiguren lassen sich Dekorationen leicht und schnell verändern, da sie in Einzelteile zerlegbar sind und in fast jede Position gebracht werden können, um Alltagssituationen nachzustellen. So wird vielleicht der untere Torso für Wäsche und die Füße für Socken verwendet.

Als Kunde steht man sicher manchmal vor dem Problem welches Outfit, zu bestimmten Anlässen, zu wählen ist. Hier helfen eben diese lebenden Mannequins mit ihrem geschmackvoll zusammengestellten Design. Selbst die Frage der Frisur sowie der optisch und farblich passenden Schuhe kann mit ihrer Hilfe oft geklärt werden.

Im Normalfall ist die ganze Schaufensterpuppe zu sehen. Sie wird mit der neuen Trendmode bekleidet, sodass der Kunde einen besseren Überblick bekommen, um seine Einkäufe zu planen. So sieht man auch schon vorab wie die Kleidung, auch farblich kombiniert, wirkt, bevor man langwierige Anproben in Kauf nimmt. Es werden Beispiele für Kombinationen mit Mode- oder Gold/Silberschmuck gezeigt und Sie sehen ob es sich lohnt in eine neue, farblich passende Echtledertasche zu investieren.
Handelt es sich um eine Schmuckpräsentation kommen nur die Hände, inklusive Handgelenk, sowie die Büste zum Einsatz. Elegante Ringe oder Armbänder werden hier stilvoll und dezent dargeboten. Die Büste, teilweise mit einem Seidentuch bedeckt, dient als Bühne für Colliers und Halsketten.